
An den Schultagen sieht man manche unserer Schwestern und Absolventinnen des Theologischen Seminars Bibelschule Aidlingen in der Schule. Sie geben Religionsunterricht in den Klassen 1-10 in allen Schularten.
Sie erleben dabei eine bunte Vielfalt von Möglichkeiten, die frohe Botschaft von Jesus Christus weiterzusagen und auf die Bibel, das Buch des Lebens, aufmerksam zu machen.
Es ist unser Wunsch, dass Kinder und Jugendliche, deren Umfeld oft kaum durch Christen geprägt ist, einen eigenen, persönlichen Zugang zur Bibel als dem Wort Gottes finden und sich mit ihren Fragen und Anliegen an Gott wenden.

Der Alltag in den Schulen ist oft mühevoll - aber der Einsatz lohnt sich.
Nicht alle Stunden sind solche Sternstunden wie die folgende, die eine Schwester erlebte; – aber der manchmal mühevolle pädagogische Alltag lohnt sich doch:
„Gewöhnlich starten wir im Unterricht der oberen Klassen mit einem Impuls, der uns allen Mut machen soll. Eine Schülerin, die diesen Impuls heute gestalten wollte, war leider krank. So erzählte ich einfach von dem, was mich am Vortag bei einer Beerdigung beeindruckt hatte. Das war offenbar ein starker ‚Impuls’. Ein Junge, der mit Kirche und Glaube nicht viel am Hut hatte, - selbstbewusst, charmant und führend in der Klasse, - fragte plötzlich: ‚Schwester, können wir eigentlich mal beten?’ Natürlich wollte ich dieser Bitte gern nachkommen, worauf er meinte: ‚Und können Sie uns vorher erklären, wie das geht, ich meine, wie man beten kann?’ Selbstverständlich konnte ich das. Und dann beteten wir. Zuerst ein stilles Gebet, jeder für sich, dann betete ich; gemeinsam schlossen wir spontan mit dem Vaterunser ab. Ich bin mir ziemlich sicher – hätte ich die Schüler aufgefordert: ‚Wir beten das Vaterunser’, sie hätten mich ausgelacht. So aber war es Gottes Stunde.“



