Diakonissenmutterhaus Aidlingen

Sonnenberg-ProjektInformieren Sie sich über den Stand unserer Planungen

Sr. Regine Mohr 300dpi

Beim Jahrestreffen 2021 stellte Sr. Regine Mohr, Oberin unseres Mutterhauses, den bisherigen Stand der Überlegungen zum Sonnenberg-Projekt vor:

"Ich möchte Ihnen heute ein Projekt vorstellen, das wir als Schwesternschaft auf dem Herzen haben. Es hat mit uns Schwestern zu tun, aber es könnte auch etwas sein, was mit Ihnen zu tun hat.

Aber zunächst eine kleine Einleitung: Unsere Schwesternschaft ist 93 Jahre alt. Wir machen uns Gedanken zu unseren Aufgabenfeldern und zu unseren Standorten und merken, dass es dabei auf manche Veränderung, auf Neues zugeht.

In all diesen Überlegungen begleitet mich seit einiger Zeit ein Zitat von Friedrich von Bodelschwingh, das ich leicht abgewandelt habe: Wir können Orte schaffen, von denen der helle Schein des Evangeliums und der Hoffnung in die Dunkelheit der Erde fällt.

„Ihr seid das Licht der Welt“, sagt Jesus – wenn wir in Verbindung mit Jesus leben, können wir Orte schaffen, von denen der helle Schein Jesu ausgeht.

Wir haben als Schwesternschaft bisher an vielen verschiedenen Orten „geleuchtet“.
In den nächsten Jahren werden die Orte weniger werden. Mehrere kleinere Ruhestandshäuser werden wir aufgeben. Wir werden reduzieren und uns fokussieren. Wir holen Schwestern zurück nach Aidlingen.

Was ist angedacht?

Dafür soll ein neuer Ort entstehen.
Wir denken dabei an unser Gelände in der Sonnenbergstraße in Aidlingen. Die Gebäude dort stammen z. T. noch aus dem Gründungsjahr 1927. Auch wenn man es auf den Bildern nicht sieht – die Häuser sind gut gepflegt, aber alt. Wir müssten an vielen Stellen dringend sanieren und außerdem für Barrierefreiheit sorgen.
Doch das macht keinen Sinn. Wir werden die Gebäude abreißen lassen.

Wir wollen dort etwas Neues bauen, aber nicht nur für uns. Wir möchten einen Ort schaffen an dem Schwestern unseres Mutterhauses und Freunde unseres Werkes sowie Aidlinger Bürger Heimat, Anschluss und Unterstützung finden.

Einen Ort, von dem das helle Licht des Evangeliums ausgeht.
Einen Ort an dem sich Begegnung mit Menschen – Bewohnern, aber auch Gästen – und mit Gott ereignen kann.

Auf unserem Gelände in der Sonnenbergstraße sollen neue Gebäude entstehen.

In den drei Gebäuden an der Straße sollen ganz normale, marktüblichen, barrierefreien Wohnungen in unterschiedlichen Größen entstehen – Wohnungen, in denen Schwestern leben und Wohnungen, die gemietet werden können von Freunden unseres Werkes oder Aidlinger Bürgern. Jeder, der in solch einer Wohnung lebt, führt seinen Haushalt eigenverantwortlich.

Dann sollen noch zwei weitere Gebäude entstehen, darin soll es ambulante Pflege-WGs geben.
Außerdem soll in diesen Gebäuden auch eine Tagespflege untergebracht werden und ein Begegnungsbereich.
Die Kombination von Wohnen und Pflege schafft die Voraussetzungen dafür, dass man, wenn häusliche Pflege nicht mehr möglich ist, in die Tagespflege gehen oder in die Pflege-WG wechseln und damit im Quartier bleiben kann.

Schwestern u. a. wohnen also in Wohnungen und versorgen ihren Haushalt selbst. Und trotzdem lebt nicht jeder für sich: Es soll Angebote für gemeinsame Zeiten des Gebets, des Hörens auf Gott und andere Angebote für Schwestern und die anderen Bewohner und Gäste geben.
Wer in der Wohnanlage lebt, kann sich mit seiner Erfahrung und seinen Gaben einbringen und das gemeinschaftliche Leben mitgestalten.

Den Bewohnern des Quartiers soll also Gemeinschaft und Unterstützung angeboten, aber nicht aufgezwungen werden. Jeder Bewohner wird seinen privaten „Raum“ bzw. seine Wohnung haben und kann Nähe und Distanz zu den anderen Bewohnern selbst gestalten und über die Teilnahme an Angeboten selbst bestimmen.

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Wie soll das finanziert werden?

Warum nicht kleiner bauen? Einfach nur das, was wir für unsere Ruhestandsschwestern brauchen?

Es ist uns ein Anliegen, dass wir nicht nur an unsere Versorgung denken.

Jeremia 29 ist mir für dieses Projekt eine starke Ermutigung. Der Prophet sagt zum Volk Israel und zu uns:
"Lebt mit beiden Beinen auf der Erde, baut Häuser und wohnt darin. Aber sucht nicht nur euer privates Glück, sucht der Stadt Bestes, wirkt in die Gesellschaft hinein, lebt so, dass es anderen dient und betet für die Stadt zum Herrn."

Das trifft das, was unser Anliegen ist.
Aber das können wir nicht alleine verwirklichen – wir brauchen Beter. Wir brauchen Betreiber für die Pflege-WGs und für die Tagespflege und wir brauchen Investoren. Wir brauchen Leute, die mit uns dort die Wohnungen füllen und sich dann auch ehrenamtlich einbringen.

Was ist sonst noch wichtig?

Es liegt noch eine längere Planungszeit vor uns, so was entsteht nicht in ein paar Monaten, das braucht Jahre. Und auf dem Weg kann sich auch noch manches verändern.

Aber unser Ziel ist es, dass der Sonnenberg auf Ende 2025 bezugsfertig ist.
Wenn Sie zu diesem Projekt Fragen haben, Interesse bekunden wollen, dort zu wohnen oder durch ein zinsloses Darlehen zu investieren …, dann melden Sie sich unter unter dem Stichwort „Sonnenberg“.

Unser Mutterhaus auf dem Hummelberg soll es weiterhin geben. Dort werden weiter Schwestern wohnen und arbeiten. Wir nutzen die Gebäude und das Gelände weiterhin für verschiede Angebote wie Bibelstunden, Seminare, 70iger Training, Abendbibelschule, Jugendtreffen und anderes."